Höhlenrettung – Einsatzstelle Ebensee

Die Einsatzstelle Ebensee ist Teil des Landesverbands für Höhlenrettung in Oberösterreich, welcher neben Ebensee auch andere Einsatzstellen in Gmunden, Hallstatt, Linz und Sierning sowie eine Rettungstauchergruppe besitzt. Derzeit umfasst die Einsatzstelle Ebensee ca. 15 Personen, darunter mehrheitlich Schachtretter.

 

Insgesamt besteht die Österreichische Höhlenrettung (ÖHR) aus 350 Rettern, welche

sich als eherenamtliche und freiwillige Rettungsorganisatorion der Bergung von im Untergrund verunfallten Personen verschrieben hat.

 

 

Organisation

 

Struktur

Während die Einsatzstellen als operative Gruppe im Ernstfall fungieren, koordiniert der Landesverband die einzelnen Gruppen untereinander, repräsentiert die Höhlenrettung gegenüber anderen Rettungsorganisationen und sorgt für regelmäßigen Schulungs- und Übungsbetrieb. Derzeit gibt es in Oberösterreich ca. 70 Höhlenretter sowie eine eigene Tauchgruppe.

 

Aufgabenbereich

Unsere Aufgabe besteht darin in Höhlen oder sonstigen unterirdischen Hohlräumen verunglückten oder in Not geratenen Menschen zu helfen, medizinisch zu versorgen und aus dem erweiterten Gefahrenbereich zu bergen, bis ein Abtransport durch eine "herkömmliche" Rettungsorganisation (Rotes Kreuz, Flugrettung, Bergrettung usw.) vorgenommen werden kann. Ebenso kann die Höhlenrettung von einer der befreundeten Rettungsorganisationen oder der Polizei als Spezialistteam angefordert werden.

Fachwissen, adäquates Material und der reiche Erfahrungsschatz im Befahren von unterirdischen Hohlräumen

zeichnen die Kernkompetenzen der Höhlenrettung aus und lässt andere Trägerorganisationen gerne auf uns zurückgreifen. Um ständig auf dem Laufenden zu bleiben und die Professionalität der Höhlenrettung zu erhalten,

werden natürlich regelmäßig Übungen und Schulungen abgehalten, die jeder aktive Retter absolvieren muss.

 

Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet der Höhlenrettung sind Horizontal- und Schachthöhlen, Wasserhöhlen, stillgelegte Bergwerke, Stollenanlagen, Brunnenschächte oder Schauhöhlen. Der Einsatzbereich der Höhlenrettung Ebensee ist in Verbindung mit den vier anderen Einsatzstellen nicht nur auf Oberösterreich beschränkt, sondern kann je nach Anfordung auch auf andere Bundesländer ausgeweitet werden.

 

 

Notruf

 

Bundesnotruf der Österreichischen Höhlenrettung: 02622 / 144

Rettungszentrale Wiener Neustadt (0 - 24 Uhr)

 

 

Richtiges Verhalten bei einem Unfall

 

Der Unfallmelder

 

Falls es in einer Höhle zu einem Unfall kommen sollte, ist unbedingt Ruhe zu bewahren und die Situation richtig einzuschätzen. Wenn die Tour nur zu zweit unternommen wurde, ist vor Melden des Unfalls folgendes zu beachten:

 

  • Wie ist der Zustand des Verletzten?
  • Ist eine Erstversorgung des Patienten unumgänglich? (bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage, stark blutende Wunden verbinden)
  • Ist die Lage des Verletzten zu verbessern? (ins Trockene transportieren)
  • Ist der Patient gegen Kälte geschützt? (Rettungsdecke) Ist Trinkwasser und Verpflegung vorhanden? (bei Bauchtrauma keine Labung)
  • Funktioniert die Beleuchtung des Patienten? (psychische Stütze)

 

Nachdem der Patient ausreichend versorgt wurde, ist die Höhle zügig aber unter größter Vorsicht zu verlassen. Gerade unter massiven Stress ist das Unfallrisiko besonders groß.

 

Die Unfallmeldung

 

Der Unfallmelder alarmiert:

  • Einen Höhlenretter, der die weitere Alarmierung durchführt. (falls bekannt)
  • Wenn er niemand erreicht den Bundesnotruf 02622 / 144 oder die Polizei 133

 

Wichtige Fragen an den Unfallmelder:

  • Name der Höhle
  • Ort der Höhle
  • Art des Unfalls / Wieviele Verletzte
  • Was wird dringend benötigt
  • Wer wurde noch verständigt
  • Wo treffen wir uns (beim Verletzten, beim Ausgang der Höhle, beim Einstieg)
  • Unter welcher Telefonnummer ist der Unfallmelder wieder zu erreichen

 

 

 

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© Verein für Höhlenkunde Ebensee

Redaktion: Johannes Mattes, 2011-17

Verein für Höhlenkunde Ebensee

Der Verein für Höhlenkunde Ebensee ist ein unpolitischer, auf fachwissenschaftlicher Grundlage aufgebauter, gemeinnütziger und nicht gewinnorientierter Verein. Mit rund 400 Mitgliedern ist er der zweitgrößte höhlenkundliche Verein Österreichs.

Der Verein wurde 1933 als Trägerorganisation für die Schauhöhle gegründet und betreut seitdem die Gassel-Tropfsteinhöhle, die dazugehörende Schutzhütte und den Shuttlebus.

Weiters beschäftigt sich der Verein mit der Erkundung, Vermessung und Dokumentation von Höhlen und deren wissenschaftlicher Erforschung in Zusammenarbeit mit Fachinstitutionen.

 


Kontaktdetails und Impressum

Obmann: Dr. Dietmar Kuffner

Reindlmühl 48, 4814 Neukirchen

0680-1127544 (Information und Reservierung)

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Bankverbindung:

Verein für Höhlenkunde Ebensee

IBAN: AT68 2031 4055 0407 7461

BIC: SKBIAT21XXX

Bankname: Sparkasse Salzkammergut